Wir leben in exponentiellen Zeiten: durch die Digitalisierung wächst die Komplexität in fast allen Lebensbereichen überproportional.

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Obwohl die für die Organisation verfügbaren Werkzeuge exponentiell leistungsfähiger werden, bleibt ihre Nutzung immer schneller und immer weiter hinter den Möglichkeiten zurück.

In der IT gibt es drei einfache Regeln:

  1. Geht nicht, gibt’s nicht.
  2. Es führen viele Wege nach Rom (die sich wesentlich in Zeit, Qualität und Kosten unterscheiden).
  3. Der kritische Erfolgsfaktor liegt letztlich nur in der Umsetzungsorganisation. „Nicht immer“ setzt sich die tatsächlich dominante Lösung durch.

Fast alles, was man sich vorstellen kann, lässt sich inzwischen zu relativ geringen Kosten auch umsetzen. Je weniger man sich vorstellen kann und realisiert, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass es andere tun:

Jahrhundertelang bewährte Steuerungssysteme funktionieren dann nicht mehr,  wenn die Komplexität des Handlungsfeldes größer wird als die der Steuerung.

Der kritische Zeitpunkt ist spätestens dann überschritten, sobald die ersten digitalen Angreifer das eigene Geschäftsmodell überraschend entwerten.

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Danach wächst die Komplexitätslücke exponentiell beschleunigt immer weiter, solange man sich nicht geeignet anpasst.

Für die Verlierer dieser Entwicklung gelten die Gewinner verständlicherweise als „disruptiv“.  Die Angreifer sind aber oft einfach nur deshalb dominant besser, weil sie besser mit den Ressourcen umgehen.

Was hindert die unterlegenen Organisationen daran, wirklich schneller und besser zu werden?

Der Lösungsraum wird durch vielfältige Barrieren beschränkt, die ihre Auflösung auch gegenseitig behindern:

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Physische Barrieren bestehen in fehlender Information bzw. mangelnder Verarbeitungskompetenz.

Beispiele für normative Barrieren sind Widerstände durch Begünstigte des Status Quo bzw. durch Benachteiligte einer Veränderung. Solange die empirisch wirksamen Anreizsysteme nur symbolisch behandelt werden, werden mit größter Wahrscheinlichkeit auch nur symbolische Erfolge resultieren.

Qualitative Barrieren sind Irrtümer der 2., 1. und insbesondere der grundlegendsten 0. Art: je früher empirische Wissensqualität als Kernproblem der Organisationsgestaltung akzeptiert und wirksam behandelt wird, umso schneller besteht eine Chance auf die gezielte Herstellung korrespondierender Komplexität.

Alles andere ist nur Zufall und Symbolik.

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